Wertschätzung - das muss jede Führungskraft können!

Wertschätzung ist wie eine funktionierende Toilettenspülung. Sie wird schlichtweg erwartet. Ist sie nicht da, kann der Rest des Hauses noch so schön sein, es bleibt ein Haus mit einem kaputten Klo. So einfach ist das!

Und bitte nicht direkt nach den Sternen greifen: Kostenloses Essen, Entwicklungspläne oder der berühmte Kicker. Diese Gimmicks kosten Geld und sind wirkungslos, wenn die Basis einer wertschätzenden Führung da ist.

Ja, richtig gelesen, Du kannst Dir solche Klimmzüge sparen, solange Du die folgenden Punkte nicht im Griff hast.


>> Die Namen der Mitarbeiter kennen << Du bist sicherlich schonmal mit falschem Namen angesprochen oder angeschrieben worden? Natürlich gibt es schwierige Namen - Cynthia und Jacqueline. Aber wie blöd fühlt es sich an, nicht richtig angesprochen zu werden? Noch schlimmer: Wenn Namen komplett vertauscht oder der Einfachheit halber komplett weggelassen werden.

Chefs, die sich so verhalten, können eigentlich auch sagen, dass ihnen die Mitarbeiter komplett egal sind.

Wenn Du ein neues Team übernimmst, lass Dir VORHER ein Organigramm des Teams inkl. Bilder der Mitarbeiter schicken. Beim ersten Treffen kannst Du dann alle neuen Mitarbeiter mit Handschlag und persönlicher Ansprache begrüßen. An diese Art der Wertschätzung werden sich Deine Mitarbeiter erinnern.


>> Geburtstage kennen <<

Auch wenn es der neue Datenschutz vermutlich gar nicht mehr zulässt, ist es für Führungskräfte unerlässlich, die Geburtstage der Mitarbeiter zu kennen. Ist es nicht peinlich, um 14.00h von einem Mitarbeiter daran erinnert zu werden, dass ein anderer Mitarbeiter heute Geburtstag hat? Eine verspätete Gratulation ist zwar besser als gar keine, aber diese Situation kannst du Dir leicht ersparen. Und ganz ehrlich: An einem fehlenden Kalender, sogar mit Erinnerungsfunktion, kann es heutzutage definitiv nicht mehr liegen. :-)


>> Persönliche Begrüßung <<

Jeden Mitarbeiter mindestens einmal pro Tag zu sehen, gehört bei zentral geführten Teams auf jeden Fall zum guten Ton einer Führungskraft. Stell Dir bitte einmal vor, wie man sich als Mitarbeiter fühlt, wenn der Chef nur zur Übergabe bzw. Kontrolle von Aufgaben kommt.

"Aber die sitzen viel zu weit entfernt...etc." Ja das stimmt, aber eine gute Führungskraft wird eben auch fürs Laufen bezahlt! Und bei der Begrüßung bitte festen Händedruck und Blick in die Augen, keiner hält gerne einen toten Fisch in der Hand.


>> Persönlichen Hintergrund kennen <<

Mitarbeiter wollen als Mensch gesehen. Überrascht? Besonders in der aktuellen Zeit mit extrem hohen Anteil Homeoffice freuen sich Mitarbeiter, wenn Chefs sich für den Menschen interessieren. "Agile Gruppen" und "flexible Arbeitszeiten". Überflüssig, wenn Du nicht weißt, was Deine Mitarbeiter interessiert und bewegt. Warum willst Du dem Mitarbeiter flexible Arbeitszeiten anbieten, wenn er lieber fest von 07.00h bis 15.30h arbeiten möchte – Du das aber nicht weißt?

Wie ist derFamilienstand? Gibt es eine kranke Personen zu Hause? Plant der Mitarbeiter eine Wohnungsrenovierung? Oder steht eine Abendschule für eine zusätzliche Qualifikation an? Ja, es sind recht persönliche Dinge, die manche Mitarbeiter auch gar nicht preisgeben wollen. Das musst Du als Vorgesetzter respektieren – es ist ja kein Verhör verzichten. Meistens sind Mitarbeiter joch positiv vom Interesse überrascht und sehr gesprächsbereit.


Wie ist Deine Erfahrung als Führungskraft mit dem Thema Wertschätzung? Was hat gut funktioniert und wo hast Du Optimierungsbedarf?

Ich freue mich auf Eure Meinung und Hinweis in Form von Fragen und Kommentare.


Viele Grüße, Wolfgang


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