Rund 100 Bethlehem-Sterne seit der Zeitenwende

Seit der Zeit von Koperinkus (1473-1543) wird glaubhaft erzählt, dass ein äußerst seltenes Naturphänomen, nämlich die Konjunktion von Jupiter und Saturn im Jahr 7 v. Chr., der Stern von Bethlehem war.

Und noch bis zu Keplers Zeiten war die Theorie des Ptolemäus die gängige Methode, die besonderen Bewegungen der Planeten, die dabei stattfinden, zu erklären.

Diese rein mathematische Vorschrift lieferte über 1.400 Jahre zutreffende Vorhersagen, auch wenn das Weltbild, das zugrunde lag, grundlegend falsch war.


Am 21. Dezember 2020 fand diese besondere Konjunktion nun wieder statt. Im Sternbild Steinbock zog der schnellere Riese Jupiter am langsameren Ringplaneten Saturn vorbei.

Heute beschreiben die wissenschaftlichen Medien, dass das Ereignis alle 19,86 Jahre stattfindet.


Damit hat es wohl seit der Zeitenwende rund 100 Bethlehem-Sterne gegeben! Und vielleicht sind die Weisen/Magier aus dem Morgenland zu Dauerreisenden geworden.


Jedenfall sind sie nicht in der finsteren Vergangenheit verschwunden, sondern die Geschichtsschreibung hat sie zu Königen umgedeutet, ihre Anzahl auf 3 festgelegt und ihre Hautfarben definiert. Ihre Gebeine wurden dann nach über 300 Jahren „gefunden“ und sie werden heutzutage im Kölner Dom aufbewahrt.


Es ist bemerkenswert, was alles geschrieben, gedeutet und als echte Erkenntnis verkauft wird.


So auch im Jahr 2020. Allen voran die Ursprungsfantasien zu COVID-19, die Verschwörungstheorien, die Verharmlosungen, das angekündigte selbständige Verschwinden, die versprochenen Wochenzeiträume für Impfstoffentwicklungen … und das in Prozent gemessene Ansteckungsrisiko von Varianten.


Fast nichts beruhte auf den echten harten Fakten, die zweifelsohne vorlagen. Stattdessen sah man haufenweise selbsternannte Spezialisten, die ihre Inkompetenz, basierend auf Mutmaßungen, in Selbstinszenierungen verbreiteten.

Nachrichten sind teilweise zu Hypothesen-Shows verkommen und die Sozialen Medien wurden zu Plattformen von Verschwörungstheoretikern.


Haben sich deshalb die zugrundliegenden Fakten geändert? Definitiv nicht! Nicht bei COVID-19 und nicht bei Weihnachten.


Jedoch bedarf es immer einer sorgfältigen Recherche und einer gewissenhaften Arbeit, damit die Resultate verlässlich sind. Natürlich ist das mit Aufwand verbunden. Aber genau das wünsche ich mir für das Jahr 2021.


Und ich wünsche Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit. Auch in schwierigen Zeiten gibt es Positives, das wir gerade jetzt in den Vordergrund stellen sollten.


Ihr Wolfgang Hamm

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