Kündigung – Nimmst Du die Taube auf dem Dach?

Aktualisiert: Jan 7

Wer kündigen möchte, zögert in der Regel lange. Warum?

Unsere Sprichworte drücken dieses Verhalten folgendermaßen aus: "Lieber einen Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach." "Lieber das bekannte Unglück, als das unbekannte Glück."

Und die Erfahrungen anderer sagen: All die Sorgen sind am Ende nie wahr geworden.

Also: Lohnt es sich, sich zu trauen?

#Kündigen wird immer weh tun. Denn sie ist wie eine schlechte Trennung. Wir hadern und grübeln. Wir entscheiden uns dafür und dann wieder dagegen. Dann sind wir hoch motiviert, dann wiederum voller Angst. Die Emotionen wechseln von realistisch über verträumt zu wütend und dann wieder ruhig.

Manchmal sehen wir klar – und dann kommt ein älterer Freund und schüttet seine Sorgen über uns aus.


Wer seinen Job kündigt, der verlässt die gewohnte Umgebung. Das erfordert Mut. Und die Psychologie zeigt auf, dass wir das, was wir kennen, höher bewerten als das, was wir nicht kennen. Doch es ist schon richtig, dass die Kündigung weh tut. Wenn es nicht weh tut, dann hat man nicht zu Ende gedacht.

Die Kündigungsgründe sind vielfältig. Die schlechte Stimmung im Team, Stress, zu hoher Leistungsdruck, wenig Handlungsspielraum, mangelnde Förderung und keine Aufstiegsmöglichkeiten.

Wer unzufrieden arbeitet, dessen Leistung wird nicht besser. Frustration, Resignation – Burnout. Wer will das schon? Wer hält das aus?


Erst die Freiheit nach einer #Kündigung lässt die Mitarbeiter anders denken und oftmals erst dann erkennen, was sie wirklich wollen.

Aus dem Satz „Ich will nicht mehr!“ wird ein positives: „DAS will ich.“

Die Neurowissenschaft zeigt, Veränderung tut gut. Verändern wir uns, fordern wir das Gehirn wieder heraus. Neue Verknüpfungen entstehen. Wir werden kreativer und glücklicher – und übrigens auch schlauer.


Das bedeutet aber nicht, dass etwas Vorbereitung nicht sinnvoll ist. Wer ohne Anschluss-Job kündigen möchte, der sollte sich zumindest über die rechtlichen Bestimmungen des Arbeitslosengeldes informieren!


Relevante Umfragen zeigen, dass nur Wenige die einige Kündigung bereut haben. Natürlich ist sie mit starken Emotionen verbunden, denn es gibt kaum etwas Vergleichbares und Wesentliches wie den Job geht.


Mich interessiert Deine Meinung sehr – als Kommentar oder auch gerne in Form einer persönlichen Nachricht: hamm@wolfgang-hamm.de.


Übrigens: Im #Führungskräftetraining können wir uns gerne über den #Jobzyklus austauschen. Natürlich ist jede Situation individuell – die dahinter ablaufenden Mechanismen sind es dagegen nicht. Du wirst überrascht sein. Und dann wird Dir Manches wie Schuppen von den Augen fallen.

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