Immer mehr Unternehmen fordern einen Impfnachweis ihrer Mitarbeiter

Was aber ist legal?


Der Gründer der Londoner Sanitärfirma Pimlico Plumbers sorgt für Furore. „Jeder Mitarbeiter, der nicht bis zum 1. Januar geimpft ist, wird entlassen“, sagt er. „Diese Feiglinge müssen als das gebrandmarkt werden, was sie sind: egoistische Menschen, denen es nichts ausmacht, wenn ein Land und die Lebensgrundlage von anderen Menschen den Bach runtergehen.“

Wie weit kann man als Unternehmer und Führungskraft gehen?

Und welche Verantwortung hat man gegenüber allen Mitarbeitern?


"Schul- und Kindergartenkinder sollen wirksam vor Masern geschützt werden. Das ist Ziel des Masernschutzgesetzes, das am 1. März 2020 in Kraft getreten ist. Das Gesetz sieht vor, dass alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr beim Eintritt in die Schule oder den Kindergarten die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Masern-Impfungen vorweisen müssen. Auch bei der Betreuung durch eine Kindertagespflegeperson muss in der Regel ein Nachweis über die Masernimpfung erfolgen. Gleiches gilt für Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen oder medizinischen Einrichtungen tätig sind, wie Erzieher, Lehrer, Tagespflegepersonen und medizinisches Personal (soweit diese Personen nach 1970 geboren sind). Auch Asylbewerber und Flüchtlinge müssen den Impfschutz vier Wochen nach Aufnahme in eine Gemeinschaftsunterkunft aufweisen."


Darf der Staat das fordern?

Und welche Rechte haben Organisationen?

Spannende Fragen, auf die sich die meisten Führungskräfte nicht vorbereitet haben. Wie auch? Sowas wird nicht an den Universitäten gelehrt und dafür gibt es auch kein Berufseinstiegsseminar. Und das ist nur ein, wenn auch außergewöhnliches Beispiel dafür, dass Führungskräfte ständig Neuland betreten, aber dort Antworten geben müssen.


Meine 30-jährige Erfahrung im Bereich Führen hat mich eins ganz besonders gelehrt: In den meisten Ausbildungen wird man jahrelang zum Fachmann ausgebildet, aber nicht auf Führungsverantwortung und Führung vorbereitet.


Wenn es dann so weit ist, wird man ins kalte Wasser geworfen und lernt dort das Schwimmen. Sicherlich unfair vom Unternehmen, aber auch fahrlässig von den Mitarbeitern selbst. Das Unternehmen ist ja auch nicht für die fachliche Ausbildung verantwortlich, oder?

Hinzu kommt dann noch der Glaube, dass man Führen sowieso nicht lernen kann, sondern es scheint eine Gabe der Natur zu sein.


www.wolfgang-hamm.de


Und während die produzierenden Unternehmen in der Fertigung jeden Arbeitsschritt unter die Lupe nehmen und optimieren, misst kaum jemand die Kosten für Fehler im Management, Vertrieb und Marketing. Und bei den Projekten beklagt man die Projektkostenüberschreitung und die abgebrochenen Projekte - weiß aber in der Regel nicht, wieviel Geld durch verlorenen Umsatz es tatsächlich in Summe kostet.

Und jetzt kommt ein Unternehmer daher und sagt, dass er keine Lust hat, die Zeche für Mitarbeitererkrankungen zu zahlen, die durch Impfungen zumindest reduziert werden könnten - und fordert den Impfschutz mit drastischen Maßnahmen ein. Also: Wie weit gehen seine Rechte? Und kann man vom ihm verlangen, die Kosten einer Pandemie noch weiter zu tragen, wenn nach 1.5 Jahren nun ein Schutz angeboten wird?

Wo endet also die persönliche Freiheit, wo startet die Verantwortung für die anderen Mitarbeiter und muss ein Unternehmer die Konsequenzen für ein Risiko tragen, das er durch Impfungen reduzieren kann?

Ich freue mich über Eure Kommentare und bleibt gesund.


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